WAS IST ANDERS BEIM 2. KIND?


Das ist sicherlich eine Frage, die viele Mütter beschäftigt, die sich über ein zweites Kind Gedanken machen. Sicherlich werde ich dazu in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren noch sehr viele Erfahrungen sammeln und euch gerne daran teilhaben lassen. Aber auch jetzt kann ich schon ein paar Dinge mitteilen die -bei uns- mit zwei Kindern anders sind. 

Angefangen natürlich mit der Schwangerschaft.
 Ich hatte leider nicht das Glück eine angenehme Schwangerschaft zu durchleben. Das war auch in Onno`s Schwangerschaft schon so. Allerdings hatte ich dort noch keine Verantwortung für ein Kleinkind. Da jede Schwangerschaft ganz anders sein kann - und das war sie auch - hatte ich die Hoffnung vielleicht mit Karla eine angenehme Schwangerschaft erleben zu können. Und ich denke, selbst wenn man dieses Glück hat wird es zum Ende einer Schwangerschaft mit Kleinkind so oder so ziemlich anstengend. In meinem Falle war ich während der Schwangerschaft immer wieder und zum Ende hin ganz besonders nicht mehr in der Lage mich so um Onno zu kümmern, wie es sein sollte. Noch dazu habe ich ja einen Partner der ziemlich viel oder besser gesagt fast nur arbeitet und mich auch nur bedingt unterstützen konnte. 
Ich finde nicht, dass man sich deshalb von dem Wunsch nach einem zweiten Kind abbringen lassen sollte, aber man sollte sich sehr wohl im Klaren darüber sein in welch schwierige Situationen man kommen kann. Für uns ist die Familienplanung jetzt aber auf jeden Fall abgeschlossen. Ein drittes Kind wäre in ein paar Jahren vielleicht sogar nochmal Thema geworden. Eine dritte Schwangerschaft kommt für mich und auch für Tobi aber auf keinen Fall mehr in Frage. 

Weiter geht`s mit der Organisation
Da Karla weiterhin nur schläft und Tobi noch Urlaub hat Leben wir derzeit noch so in den Tag hinein, aber sobald er nächste Woche wieder arbeiten geht wird der Tagesablauf hier wohl viel geregelter ablaufen als bisher. Auch jetzt gibt es manche Situationen über die man sich vorher so gar keine Gedanken machen musste - die einfach so liefen. Und jetzt muss man sich plötzlich fragen wie man zum Beispiel morgens auf Toilette geht wenn gerade Karla Hunger hat und Onno aus seinem Zimmer ruft. Oder wie man alles was man gerade so braucht ins Erdgeschoss oder die erste Etage bekommt ohne das Baby allein zu lassen. Sowas muss sich hier erst noch einspielen. Aber schon lustig was so plötzlich alles zum "Problem" wird was zuvor ganz automatisch gelaufen ist.
Richtig Spannend wird es aber erst wenn mal viele Termine anstehen oder wenn Onno in den Kindergarten geht und man zu geregelten Zeiten irgendwo sein muss. Ich halte euch gerne auf dem laufenden wie wir das dann alles so machen.

Auch bei dem Thema Ängste und Sorgen hat sich etwas verändert.
Ich bin eine sehr entspannte Mutter. Ich mache eigentlich alles so nach Bauchgefühl und fahre damit auch bisher sehr gut. Als Onno so klein war wie Karla hab ich mir nicht annähernd so viele Gedanken gemacht wie jetzt bei Karla. Woran das liegt? Keine Ahnung. Vielleicht daran, dass man von Onno gewohnt ist das er schon mitteilen kann was ihn gerade bedrückt oder wo er Schmerzen hat. Sobald klein Karla ein bisschen rumquakt - schreien tut sie nicht wirklich - werde ich schon unruhig. 
Was hat sie wohl? Wie kann ich ihr helfen? Hoffentlich ist das alles normal so! 
Ich wünsche mir ein bisschen von meiner entspannten Art zurück, aber das wird sich sicherlich nach der ersten Zeit schnell beruhigen. Wohl wieder so ein Schutzmechanismus für den Winzling. 

Das Thema Liebe beschäftigt wohl so ziemlich jede Frau die mit dem zweiten Kind schwanger ist oder sich ein zweites Kind wünscht. Meine Liebe zu Onno ist auf keinen Fall irgendwie weniger geworden. Vielleicht hat sie sich etwas verändert. Er ist plötzlich der Große. Man sieht sein Kind mit ganz anderen Augen als zuvor. Ich bin so unglaublich stolz auf ihn, wie er sich so entwickelt hat und wie er sich als großer Bruder macht. Und Karla erfüllt mich dauerhaft mit Glück, aber ich habe trotzdem noch das Gefühl sie kennen lernen zu müssen. Sie ist so neu und unbekannt. Bei so einem kleinen Wesen kann man noch nicht wirklich einen Charakter erkennen. Ich kann wenig von ihr erzählen außer das sie wunderbar ist und viel schläft. Ich kann ganz klar sagen das ich sie liebe, aber dieses Gefühl wird wachsen so wie sie selbst wachsen wird. Das habe ich auch bei Onno so erlebt. Je älter er wird, desto größer wird die Liebe auch wenn man sich vorher denkt, dass sie nicht noch mehr wachsen kann. Kennt das jemand von euch?


An alle Mütter mit mehreren Kindern: Erzählt doch mal was bei euch die Größten Veränderungen waren. Womit ihr vielleicht gar nicht gerechnet habt. Oder welche Veränderungen vielleicht auch nicht eingetreten sind obwohl ihr fest damit gerechnet hattet.


Kommentare:

  1. Das Thema interessiert mich natürlich sehr und ich bin schon gespannt auf weitere Berichte. Auf jeden Fall weiterhin alles Gute für eure Familie. LG, Antonia

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  2. Hey! Da kann ich dir in allen Punkten zustimmen <3 Dein Blog gefällt mir sehr. Habe mich an deiner Leserliste festgepinnt und freue mich auf weitere Posts von dir :-) Liebe Grüße Melly <3
    http://goldstueckchenhoch2.blogspot.de/

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