967 UND 203 TAGE - WIE UNTERSCHIEDLICH GESCHWISTER SEIN KÖNNEN


967 TAGE ONNO

Seit dem 01.08. geht Onno jetzt zur Tagesmutter. Morgens möchte er nie dort hin und es wird immer ein bisschen geweint bzw. gebrüllt aber er beruhigt sich sehr schnell wieder sobald ich dann weg bin. Er isst dort zu Mittag und er schläft dort. Wenn ich ihn Nachmittags abhole, ist er immer gut gelaunt und wenn ich ihn frage, ob es schön war bejaht er. Ich hoffe, dass es mir der Zeit morgens noch ein bisschen besser läuft. Leider geht er durch den Mittagsschlaf dort zu Hause erst sehr spät ins Bett. Meist so gegen 22 Uhr. Ich überlege immer wieder, ob ich die Tagesmutter bitte, dass er dort mittags nicht mehr schläft. Ich entscheide mich aber immer wieder dafür, dass es sich vielleicht doch alles von ganz alleine einpendelt. 

Ich finde es wirklich unglaublich wie sich seine Sprache in den letzten Wochen wieder entwickelt. Er erzählt plötzlich Dinge - weiß der Himmel wie er auf diese Geschichten kommt. Er singt Lieder. Es ist der Wahnsinn. Wir erfreuen uns täglich an Onno´s Geplapper. 

Natürlich ist auch hier zu Hause alles entspannter geworden mit Onno. Vielleicht oder wahrscheinlich bin aber auch ICH  entspannter. Das macht schon wirklich einen großen Unterschied, denn vorher bin ich wirklich täglich enorm an meine Grenzen gestoßen.

Neuerdings wird Onno außerdem Nachts wach. Das ist schon eine Umstellung für uns, da er ja quasi schon immer durch geschlafen hat. Er möchte dann immer eine Milch und schläft dann weiter. Wir müssen uns jetzt mal langsam etwas überlegen um seinen Milchkonsum etwas zu reduzieren. Mein kleines Milchmonster. ♥ 

Nach über einem Jahr ohne neue Zähne, habe ich jetzt die Ecken von 2 von 8 fehlenden Backenzähnen entdeckt. Das wird aber auch langsam mal Zeit. Vielleicht ist auch das der Grund für das nächtliche Aufwachen. Ich schiebe immer gerne alles auf die Zähne, weil die bei Onno immer schon extrem Probleme bereitet haben.

Onno trägt in Hosen noch Größe 92, in Oberteilen aber teilweise schon 104.


203 TAGE KARLA

Karla hat jetzt endlich Freiraum. 
Ich kann sie zu Hause auf den Teppich legen und sie kann sich wild durch das Wohnzimmer rollen und drehen und alles erkunden. Das war mit Onno leider absolut nicht möglich. 

Seit gut 2 Wochen isst Karla und es wird von Tag zu Tag besser und mehr. Außerdem steht sie total auf Salzstangen. Sie isst die richtig auf.

Karla hat bisher noch gar keine Zähne, aber ich glaube unten 2 durchschimmern zu sehen und oben einen zu Fühlen. Ich bin gespannt wann der erste durch bricht, denn Zahnen tut sie immer wieder. Mit Sabbern, roten Wangen und viel Geschrei.

Sie hat schon jetzt einen starken Willen. Wenn sie nicht das bekommt, was sie möchte dann geht das Gebrüll los. 

Sie schläft eigentlich wieder immer durch. Das sind nur so Phasen wo sie Nachts ein Mal wach wird. Vielleicht Wachstumsschübe. Wer weiß. Oder eben auch hier wieder die Zähne.

Karla war bei der letzten U-Untersuchung 68 cm groß. Die 62er Klamöttchen sortieren wir jetzt nach und nach aus.

Ihr "Wortschatz" hat sich erweitert auf DADADADADADADADA.




 GESCHWISTER

An der großen Geschwisterliebe hat sich noch immer nichts geändert. Aber ich möchte für euch heute mal ein bisschen vergleichen, denn ich glaube unterschiedlicher könnten die beiden fast nicht sein.
Allein schon Äußerlich haben sie quasi nichts miteinander gemeinsam.
Das einzige was die beiden gemeinsam haben, ist das sie fast immer schon durchschlafen (zumindest bis vor kurzem. Onno hat nach etwa 2 Monaten durch geschlafen und Karla nach ganzen 4 (!) Tagen. 
Karla ist viel eher so ein "typisches" Baby. 

Sie schiebt sich ALLES sofort in den Mund, was sie in die Finger bekommt. Onno hatte diese orale Phase eigentlich gar nicht. Er hat so gut wie gar nichts in den Mund gesteckt.

Karla lässt sich selten und ungerne ablegen. Muss viel herum getragen und bespaßt werden. Onno hat das erste 3/4 Jahr fast nur für sich alleine herum gelegen und ich hatte dadurch überhaupt nicht das Gefühl, dass mein Leben sich irgendwie geändert hätte seit dem ich ein Kind habe. Ich konnte weiterhin all meinen Hobbies nachgehen, die ich so hatte. Jetzt mit Karla muss ich die Zeit ausnutzen, wenn sie gerade mal schläft oder zufrieden ist um Dinge zu erledigen. Deswegen komme ich auch nur so selten zum Bloggen.

Karla fremdelt. Sie fremdelt nicht immer und nicht bei jedem, aber doch tut sie es. Sie verzieht teilweise schon den Mund und weint wenn sie angesprochen wird. Auf den Arm nehmen findet sie dann natürlich erst recht doof! Onno konnte man immer absolut jeden in die Hand drücken. Bis heute. Ich finde es sehr schön, dass Karla da anders ist. Natürlich hat aber alles seine Vor- und Nachteile.

Karla braucht generell viel mehr Nähe. Sie schläft abends im Beistellbett nur ein wenn man daneben liegt und ihr die Flasche gibt. Oder auf dem Arm wenn man durch die Wohnung spaziert, oder im Tragetuch. Onno habe ich eine Milch gegeben und in sein eigenes Bett gelegt und bin einfach raus gegangen. Sofort. Er fand Tragen doof und generell lässt der bis heute nur bedingt Nähe zu. Das finde ich oft traurig und auch problematisch. Onno lässt nämlich auch keine Nähe zu, wenn man als Mutter eigentlich denkt, dass er sie braucht. Wenn er Schmerzen hat oder krank ist möchte er überwiegend gar nicht angefasst werden und lässt sich so leider nicht beruhigen. Da bin ich also wiederum sehr froh, dass Karla da bisher ganz anders ist.

Außerdem lacht Karla sehr sehr viel. Ich habe nicht in Erinnerung das Onno das so extrem gemacht hat. Natürlich hat auch der gelacht wenn man Späße mit ihm gemacht hat. Karla strahlt aber schon übers ganze Gesicht wenn der Papa von der Arbeit kommt oder ich zu ihr gehe und sie nur anlächle. 

Ich glaube, dass waren so die ausschlaggebenden Unterschiede.
Karla ist im Großen und Ganzen ein Anstrengenderes Baby als Onno es war, aber ich freue mich sehr darüber, dass sie diese Nähe so einfordert und genieße das so gut es geht.

Wir überlegen des öfteren, wann Karla zu Onno ins Zimmer ziehen soll. Sie schläft ja meistens sowieso durch. Aber wir haben entschieden, dass sie noch weiter bei mir schlafen kann. Ich kann mich im Kinderzimmer auch gar nicht daneben legen. Vielleicht sprechen wir nochmal darüber, sobald Karla alleine trinken kann.  


Bald möchte ich euch gerne etwas zu PROJECT LIFE erzählen. Wenn die Zeit es zu lässt.

Bis dahin,


1 Kommentar:

  1. Huhu :-) grad deinen Blog gefunden :-)

    Ich habe auf meinem Blog eine Blogparade zum Thema "Was hat sich geändert duch das Mamasein?" gestartet und würde mich freuen, wenn du mit machst und von deinen Erfahrungen berichtest :-) -> http://zeitfuermama.blogspot.de/2015/09/blogparade-was-andert-sich-als-mama.html

    LG Judith von zeitfuermama.blogspot.de

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